Arbeitsgruppen Landwirtschaft sowie Natur und Landschaft:

Anschub für die zweite Projektstufe durch das FLL

Zwei Arbeitsgruppen des Forums Lebendiges Linthgebiet verhalfen einem ökologischen Vernetzungsprojekt zum Durchbruch. Finanziell unterstützt wird das Projekt durch die Gemeinden Schänis und Benken.

Wie können Landwirtschaft sowie Natur und Landschaft gleichzeitig profitieren? Wenn Landwirte im Rahmen eines Vernetzungsprojektes ihren Ökoflächenanteil erhöhen, vernetzen und dafür vom Bund eine höhere Entschädigung erhalten. Solche Projekte tragen dazu bei, die Anliegen des «Entwicklungskonzeptes Linthebene« (EKL) zu verwirklichen.

Deshalb haben die Mitglieder der Arbeitsgruppen „Landwirtschaft“ sowie «Natur- und Landschaft» dieses Thema aufgegriffen. Sie organisierten im März 2011 einen Informationsanlass, an dem rund 80 Landwirte teilnahmen. Eine grössere Gruppe von Bauern in den Gemeinden Schänis und Benken entschloss sich anschliessend ein solches Projekt zu lancierten. Bereits im Frühling 2012 können sie ihre Ökoflächen anmelden.

Eine wichtige Rolle kommt den Gemeinden Schänis und Benken zu. Sie unterstützen das Vernetzungsprojekt finanziell. Darüber hinaus wirken die zuständigen Gemeinderäte in der Planungsgruppe mit. Professionell begleitet wird dieses Vorhaben durch das Luzerner Raumplanungsbüro Theo Stierli und Partner. Zudem gibt es in der Region eine weitere Gruppe von Landwirten, welche die Durchführung eines Vernetzungsprojektes planen.

Solche Projekte sind ganz im Sinne von Heiner Schlegel, Projektkoordinator des FLL. Ganz besonders freut ihn aber: Landwirte und Naturschützer haben sich gefunden und sind auf einen gemeinsamen Nenner gekommen. «Solche Projekte sind die Grundlage für eine Entwicklung der Region.»

 

EKL-Perimeterkarte


 

 

FLL Fachbegleitgruppen Landwirtschaft sowie Natur und Landschaft:

Vernetzungsprojekte in der Region

Das Vernetzungsprojekt in landwirtschaftlich genutzten Flächen von Schänis und Benken ist ein erster Meilenstein in der Region – für erfolgreiches grenzüberschreitendes Zusammenwirken. Die Landwirte konnten sich dabei auf Vorarbeiten der Arbeitsgruppe Vernetzung des FLL stützen. Mit dem Support der Arbeitsgruppe als Basis startete inzwischen das Vernetzungsprojekt Schmerikon-Bätzimatt, und in Tuggen, Reichenburg und Wangen laufen die Vorbereitungen für 2013. Ein weiteres Projekt könnte folgen: Zurzeit laufen Abklärungen, ob zwischen Uznach und Schmerikon die Bereitschaft zur Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Natur und Landschaft besteht.

Nicht nur in der Ebene, auch in Hanglagen machen Vernetzungsprojekte Sinn. Trotzdem hat sich die Arbeitsgruppe Vernetzung entschlossen, mit Aktivitäten zuzuwarten, bis die vordringlichen Aufgaben der Gemeindefusion von Gommiswald, Ernetschwil und Rieden abgeschlossen sind.

Generell ist die Arbeitsgruppe Vernetzung im Augenblick etwas weniger aktiv. Der Grund dafür liegt bei den finanziellen Kürzungen für Vernetzungsprojekte in den kantonalen Parlamenten von St. Gallen und Schwyz. Deshalb sind viele Landwirte verunsichert. Eine neue Lagebeurteilung erfolgt Anfang 2013.

Vernetzungsprojekt1Vernetzungsprojekt2
© 2012 Res Knobel

Was sonst noch geschieht
Erfreuliches darf man auch von einem grossen Renaturierungsprojekt in Tuggen berichten: Auf 330 m Länge wurde durch den WWF Schwyz und Pro Tuggen ein alter verlandeter Altlauf der Linth wieder ausgehoben. Mit dem Umgelände ist ein neues 4,5 Hektaren grosses Schutzgebiet entstanden. Eine geschickte Besucherlenkung zeigt viel Interessantes, ohne dass empfindliche Kernbereiche gestört werden. Die neu gegründete Stiftung «Lebensraum Linthebene» wird sich künftig um diese Naturperle kümmern und sich für mehr Ökologie in der Linthebene engagieren.

Dieses Projekt wurde nicht im Rahmen des FLL durchgeführt, doch hat – so sehen es die Zuständigen dieses Projektes – die Arbeit im FLL positive Voraussetzungen für die Abwicklung solcher Vorhaben geschaffen.

 

 


 


FLL Fachbegleitgruppen Landwirtschaft sowie Natur und Landschaft:

Vernetzungsprojekt Schänis-Benken

Aus der Mitte der beiden Fachbegleitgruppen hat sich eine Arbeitsgruppe Vernetzung gebildet. Sie ging der Frage nach, wie die Durchführung von Vernetzungsprojekten in der landwirtschaftlich genutzten Fläche gefördert werden könnte. Die Arbeitsgruppe bezeichnete geeignete Gebiete und organisierte eine regionale Veranstaltung zum Thema Vernetzungsprojekte. Rund 80 Landwirte nahmen daran teil. Im Anschluss an diese Orientierung formierte sich in Benken und Schänis eine Gruppe von Landwirten, die mit Unterstützung der beiden Gemeinden ein solches Projekt in Auftrag gab. Die erforderlichen Grundlagen liegen nun vor, so dass interessierte Landwirte ihre Fläche in diesem Jahr erstmals anmelden und den Vernetzungsbeitrag in Anspruch nehmen können. Aus Anlass dieses Meilensteins und als Symbol für die gute grenzüberschreitende Zusammenarbeit sind auf der Gemeindegrenze Benken/Schänis kürzlich zwei Kirschbäume gepflanzt worden.

Eröffnung des Vernetzungsprojekts

Eröffnung Vernetzungsprojekt

 

Eröffnung Vernetzungsprojekt